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Change My Ways Teil IV

„Pride is the enemy the enemy of all mankind. „


Das mag uns vielleicht unbehaglich bekommen zu sagen, dass unser eigener Stolz unser grösster Feind ist. Vielleicht wäre es an dieser Stelle gut das Wort ‚Stolz‘ genauer zu definieren. Ich denke, dass verschiedenen Menschen verschiedene Ansichten über den Stolz haben. Ich möchte hier die Ansicht betonen die ich gemeint habe als ich diese Zeile schrieb. Und ganz einfach gesagt, beziehe ich das auf die erste Zeile des Songs: ‚Tray after try, you know, I thought I could change my ways.‘
In den vorherigen Teilen habe ich das ausführlicher behandelt. Ich meine nicht eine Überheblichkeit die offensichtlich ist wie z. B.  dann wenn wir sie an einem von sich selbst zu überzogenen Menschen sehen und danach Beurteilen. Auch nicht die Arroganz die wir in gewissen Fällen ganz einfach jemandem zuschreiben würden. Was ich meine ist das ignorieren der Tatsache, dass ich nichts von mir aus erfolgreich und auf Dauer dagegen tun kann. Ich kann nichts tun gegen das zweigespaltene Herz welches, wie von Wellen, zwischen Gutem und Scheusslichkeiten herumgepeitscht wird. Keiner kann das. Deswegen ist es trotzdem in gewisser Hinsicht Überheblichkeit und Arroganz, die ganz intim im Herzen stattfindet. Zu leugnen, dass man Scheusslichkeiten -die man ja gerade nicht will-  im Herzen vorfindet und das Bemühen, diese Kenntnis darüber mit eigenem Bemühen oder leider auch mit Süchten wegzudenken oder zu vertuschen, ist Stolz. Es entspringt aus dem tiefsten Winkel in unseren Herzen und ist Zeitgleich auch der Ort an dem er sich versteckt hält um ja nicht entlarvt zu werden. Also wenn ich von Stolz rede, dann meine ich das Verleugnen, indem man zwar weiss wo es sich Versteckt hält, es aber dort bleiben lässt und selbst dagegen zu wirken versucht.


(…) Geh auf die Suche nach dir selbst, und du wirst auf Dauer nur Hass, Einsamkeit, Verzweiflung, Wut, Auflösung und Verfall finden.(…) (C. S. Lewis, Pardon ich bin Christ, 11, S. 239)


Nach dieser Aussage im Lied fahre ich fort mit den Worten:


"So teach me humility there’s no room for selfishness. Transform my heart and my mind from the inside out."


Das Lied ist wie ein tägliches Gebet zu verstehen. Ich rede mit Gott. Ich erkenne wie ich bis anhin gelebt habe und es zum Teil noch tue. Ich bekenne, dass ich nicht Herr der Lage bin. Ich gebe zu, dass ich stolz bin. Deshalb flehe ich Ihn an, mich wahre Demut zu lehren. Ich bin der Überzeugung, dass ich wahre Demut nur von demjenigen lernen kann, der als einziger in Vollkommenheit von sich sagte, dass er von Herzen Demütig ist:


„Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen."
Matth.11.29: 


Er ist es auch der sagte, dass alle zu ihm kommen sollen die Müde sind und er die Last wegnehmen will, dass er Gedanken des Friedens über uns hat um uns eine Hoffnung und Zukunft zu gewähren. Der einzige Grund warum es mir schwer fallen könnte ihm zu Vertrauen und ihm zu Glauben ist der, wenn ich auf die Menschen schaue und deren Verhalten auf Jesus übertrage. Im besonderen dann, wenn es auch noch die Menschen sind, die den Gott der Bibel repräsentieren wollen. Das zeigt nur, dass jeder Mensch im Dilemma ist, auch dann, wenn er an diesen von Herzen demütigen Jesus Christus glaubt. Deshalb darf ich mich nicht davon verleiten lassen die Fehler, oder meine Erfahrungen mit Menschen die mich misstrauisch gemacht haben, auf Jesus zu übertragen. Die christliche Überheblichkeit, wenn man sie so empfindet, kommt genau so vor wie sie in politischen, kulturellen und tausend anderen Gruppierungen vorkommen. Das sagt nichts über Jesus Christus selbst aus. Ich wende mich ganz persönlich an ihn, und bitte Ihn mir die Last zu nehmen, den Stolz und gleichzeitig bitte ich ihn mich zu lehren was Demut heisst. Ich wende mich an Jesus, weil ich mich ergeben will und aus dem Schützengraben der „SELBSTverteidigung“ entfliehen will. Denn in diesem Graben bliebe ich mein ganzes Leben, wenn ich es nicht ihm dahin gebe. Ich liefere mich  ihm komplett aus, entgegen all dem misstrauischen das ich in der Welt gesehen und erlebt habe. Ich liefere mich ihm komplett aus weil mich seine Freundlichkeit zieht. Ich liefere ihm mein Leben aus, weil er das Leben ist.
Für das Lied habe ich einen Bibelvers als Leitvers genommen:


Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten. (Johannes 15;5)

Hier knüpfe ich an den nächsten Satz an: „Transform my heart and my mind from the inside out.“ Davon ausgehend das ich erkannt habe, dass ich mich nicht selbst verbessern kann und mich diesem Jesus ergeben habe, heisst nun, dass ich mit ihm verbunden bleiben will. Denn niemand ausser er kann mich in Wahrheit und in wahrer Demut im Leben führen. Ich kann nichts von mir aus Tun. Jesus selbst hatte den Heiligen Geist versprochen als er in den Himmel fuhr und zur rechten Gottes platz nahm. Genau dieser Heilige Geist ist jetzt meine Hilfe, dessen Beistand, ich jeden Tag in Anspruch nehmen darf. Durch die Verbindung mit Jesus ist das wirken des Heiligen Geistes in kraft gesetzt. Die Veränderung die passieren muss, ist die die im Herzen geschieht. Deshalb bitte ich ihn mit diesen Worten auch darum, dass er mich von innen heraus verändert. Ich möchte nicht äusserlich ein schön geschmücktes Haus sein und innen so zerfallen sein, dass niemand darin wohnen möchte, geschweige denn kann. Er soll mich von innen her verändern, da wo nur er wiederherstellen kann.

 

Gott helfe euch auch, all das Gute zu tun, das er haben will; denn er selbst wird in uns schaffen, was ihm gefällt. Das tut er durch Jesus Christus. Darum gehört ihm die Ehre für alle Zeiten. Amen.

Hebräer 13;21

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