· 

Change My Ways Teil I

Es ist erstaunlich. Zwei Tage verbringe ich schon damit, mir alles zurecht zu sammeln um meine Gedanken für diesen Song niederzuschreiben. Meine Gedankenwelt erscheint mir oft einem Sonnensystem zu gleichen. Jeder Planet stellt ein Gedanke dar. Der eine grösser der andere kleiner. Jeder ist in seiner Laufbahn nicht wegzudenken. Ganz im ernst auch wenn wir uns nie um Jupiter oder Uranus scheren, sind sie doch da und können nicht eifach wegignoriert werden. Und obwohl die Planeten unmengen an Kilometern voneinander entfernt liegen, sind sie doch alle notwendig. Jeder Gedanke ob gross oder klein ist berechtigt und wichtig um ein genaues Konstrukt zu bekommen. Und je länger ich mich damit befasse, desto mehr erscheint es mir, als wäre ein einziger Gedanke in sich schon so Komplex, dass die Vernetzung eines Gedankens mit den anderen Gedanken in deren Ausmass eher einer Galaxie zu gleichen hat. Als ich mir dann eine Pause gönnte, nach zwei Tagen durchquerung der Milchstrasse, kam dieser fast unscheinbare Blitzgedanke, der wie eine Sternschnuppe die Schutzatmosphäre meiner Gedankenblater streifte und sie zerplatzen liess. Ein kleiner Funke nur, war es, der nötig war um mich daran zu erinnern, um was es in der Trilogie in Wirklichkeit geht.


Die Basics. Ganz einfach gesagt, den Grundlagen der rettenden Botschaft von Jesus Christus. Falls Ihnen liebe/r Leser/in die christliche Weltanschauung noch sehr fremd ist oder Sie gar schon eine Meinung darüber gemacht haben, dann möchte ich Sie dennoch gerne in die folgenden Gedanken mit hineinnehmen. Ich denke nicht, dass ich übertreibe wenn ich sage, dass wir in einer Zeit leben in der grosse Verwirrung vorherrscht. Es ist als ob wir an Sehkraft verloren haben und nur noch verschwommen die Umstände um uns herum Wahrnehmen geschweige denn Beurteilen können. Das betrifft jeden Menschen ganz egal welche Weltanschauung er oder sie dabei vertritt. Gerade weil es jeden Menschen betrifft, ob Christ, Moslem, Atheist oder Pantheist und einfach alle, ist es eine Thematik die vernünftigerweise nur auf Augenhöhe behandelt werden sollte und unbedingt muss. Auf dieser Erde sitzen wir alle im gleichen Boot. Deswegen versuche ich den Start mit einer Feststellung, die auf der ganzen Welt geteilt wird und so einen Gemeinsamen Nenner darstellt.


Abdul Murray schreibt in seinem Buch Saving Truth:

Religiöse Unterschiede machen einen Unterschied, aber wir müssen mindestens zwei Elemente erkennen, die alle Religionen (und sogar nichtreligiöse) Denksysteme gemeinsam haben. Jede Sichtweise erkennt, dass die Welt nicht so ist, wie sie sein sollte. Etwas ist schief gegangen und muss „repariert“ werden. (Abdu Murray, Saving Truth, Seite 204/205- von mir übersetzt)

Des weiteren Zitiert er den Religionswissenschaftler Stephen Prothero von dessen Buch; God Is Not One, 11:

Was die Weltreligionen teilen, ist nicht etwa eine Ziellinie als eher einen Ausgangspunkt. Und dieser beginnt mit jener einfachen Beobachtung: Etwas stimmt nicht mit der Welt.
(Von mir übersetzt)

Ich persönlich stimme dem ohne zu zögern zu. Es steht also fest, dass der Mensch sich in einem Dilemma befindet oder sogar selbst das Dilemma ist. Mit dieser Feststellung im Hinterkopf, möchte ich nun direkt aus der christlichen Weltanschauung, zu welcher ich mich bekenne, meine Gedanken ausführen. Von hier aus muss ich die Teile auslassen, in denen ich weitere Weltanschauungen mit einbeziehe. Das tue ich, weil das alleine abzudecken Bücher füllen würde und davon gibt es bereits sehr gute. Und ich tue das, weil ich mich auf den Song „Change My Ways“ beziehe und die Aussagen in diesem Lied in den Fokus nehme.
Was sicherlich für jede Weltanschauung stimmt ist, dass sie auf die Fragen die wir über dieses Dilemma haben, Antworten haben müssen. Gäbe es dafür keine, würde der Menschen und sein Leben samt seinen Umständen nicht ernst genommen werden. Also ist Jedes Denksystem herausgefordert sich umfassend damit zu beschäftigen.

Ich habe viele Fragen. Bei weitem habe ich den Dreieinen Gott an den ich glaube noch nicht erfasst. Paradoxerweise ist das oft frustrierend, weil ich oft gerne wissen möchte was Sache ist und Kontrolle darüber haben will und auf der anderen Seite is es eine Freude die sich darin findet, ihn, der mich erschaffen hat, immer besser kennenzulernen und zu vertrauen. Hierin liegt ein Spannender Ausgangspunkt. Der Konflikt liegt darin, dass entweder ICH weiss was Sache ist und die Kontrolle darüber habe, oder aber GOTT weiss was die Sache ist und hat alles unter Kontrolle. Kontrolle ist ein starkes Wort und oft negativ behaftet. Ich möchte ein Beispiel machen. Als mehrjähriger Hilfsarbeiter als Elektriker, Spengler und Maurer um nur wenige zu nennen, habe ich noch nie erlebt, dass ein perfekt gezeichneter Bauplan (Falls es den gibt) tatsächlich so perfekt umgesetzt werden konnte. Niemals. Wenn ich also von Kontrolle aus meiner menschlichen Sicht spreche, dann siedelt diese da an, dass ich alles was ich tue so perfekt machen muss wie es auf dem Bauplan gezeichnet ist. In diesem Sinne bin ich Bauherr, Zeichner, Statiker und Bauarbeiter zugleich. Weil ich einen Wunsch hatte, davon Träumte, meine Ziele festgelegt, Budgetiert, das Grundstück erworben, die Pläne gezeichnet und das Werkzeug beschafft habe, weiss ich ganz genau wie es abzulaufen hat. Es ist logisch, alles unter Kontrolle. Das hiesse aber auch, dass ich in jedem Moment ein wachsames Auge über jede einzelne Bewegung haben muss. Das nenne ich die negative Kontrolle. Das ist nicht Freiheit, sonder Versklavung. Wenn ich vorher nicht schon die Pläne etliche male umzeichnen musste bis er schliesslich Sattel- und Stickfest war, dann werde ich spätestens am ersten Arbeitstag  feststellen, dass ich an gewissen Orten improvisieren muss. Und weil das nicht vorgesehen war und ich eine Spontanlösung benötige, greife ich beispielsweise zur Wasserpumpenzange die ich dafür zweckentfremde um einen Nagel ins Holz zu schlagen, weil der Hammer gerade nicht in Griffweite war. Und damit wäre bloss ein harmloses Szenario beschrieben worden. Tatsache ist, dass ich keine Kontrolle darüber habe, wie die Umstände oder die Umgebung ihre Wirkung auf das vorhaben haben. Es zieht mir einen Strich durch die Rechnung. Immer und immer wieder.

Wenn ich aber in der Gegenüberstellung von Gottes Kontrolle spreche, so wie ich es zu erfassen ermag, dann ist er der Perfekte Bauherr und Planer. Er verfügt über alles was er erschaffen hat auch alles Wissen. Das schliesst die gesamten Umstände sowie die Umgebungen mit ein, was ein Attribut ist welches nur Ihm vorbehalten ist. Er hat deswegen alles unter Kontrolle, weil ihm nichts entgehen kann was er selbst erschaffen hat. Er kennt die Beschaffenheit aller Dinge. Er hat jedes Physikalische Gesetzt selbst ins dasein gerufen und inkraftgesetzt. Er kennt die Ursache und Auswirkung von einfach allem. Und weil er das Universum, die Erde und alles was darauf lebt erschaffen hat, weiss er auch wie wir Menschen Handeln. Doch Gott würde ich in diesem Zustand auch noch in die negative Kontrolle Schubladisieren. Weshalb das nicht der Fall ist liegt darin begründet, dass er den Menschen in seinen Bauplan eingeweiht und als Bauarbeiter mit einbezog. Er gab dem Mensch, in Beziehung mit ihm, die Verantwortung ab um über seine Schöpfung zu wachen. Dieser Schöpfer sagte, dass seine Schöpfung gut ist und sogar sehr gut als er den Menschen geschaffen hat. Das sagt mir, dass seine Ratschläge, wie wir über seine Schöpfung wachen sollen, nur mit sorgfältig Lebenserhaltenden und es deshalb Ratschläge sind, die das Gemeinschaftswohl erhalten welches die Mitmenschen, Natur und Tiere mit einschliesst. Gott wäre grausam, wenn er die Schöpfung von der er sagt, das sie gut ist und er sie liebt in die Zerstörung führen würde. Und es wäre im höchsten masse gegensätzlich. Diese Gleichung geht nicht auf. Gott wäre aber genau so grausam, wenn er die Menschen einfach so geschaffen hätte, dass sie einfach das tun was er will. Wir würden dann den Ameisen gleichen. Jede einzelne schlüpft mit einer einzigen Aufgabe die sie dann ihr ganzes Leben macht und es dient nur zum Zweck, dass die Königin lebt. Weil sie nichts anderes können als der aufgebürdeten Aufgabe folge zu leisten, ist Vertrauen nicht nötig. Der Dreiene Gott, (Gott, der Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist) der in sich in einer vollkommenen und vertrauensvollen Beziehung steht hatte vorgesehen diese Beziehung mit den Menschen zu erweitern. Gott konnte dem Menschen die Verantwortung folglich deshalb anvertrauen, weil er anfänglich mit ihm in engem und perfektem Vertrauen beziehungsweise Beziehung stand. Da Gott vorgesehen hat, dass in Verbundenheit mit ihm die Welt beherbergt und befölkert wird, würden wir heute noch in genau dieser wundervollen Welt leben. Gott kann nicht derjenige sein, der dazu führt oder verleitet, dass die Welt ins verderben gerät. Es sei denn nur, dass der Mensch sich entschliesst sich aus dieser Bundesbeziehung zu lösen. Und genau Dieser Vertrauensbruch, beschreibt die Bibel, ist durch den Beschluss des Menschen geschehen. Diesem Vertrauensbruch gibt die Bibel den Namen Sünde. Es ist die Handlung des Menschen die davon abweicht, wie es Gott in seiner vollkommenen Weisheit vorgesehen hat. Die Konsequenz, sich von Gott und seinem Ratschlag zu entfernen führte erst dazu, dass sich Chaos und zerstörerisches überhaupt entfalten konnte. Wenn man sich von Gut entfernt, bleibt nur das Schlecht. Und nun befindet sich der Mensch in der Rolle der negativen Kontrolle.

Hier beende ich den ersten Teil der Serie "Change My Ways". Noch habe ich nichts  über den Song geschrierben. Jedoch denke ich, dass ich in gewisser weise ein wenig der christlichen Weltanschuung erläutert habe. Und diese Gedanken bieten mir eine gute Vorlage, weitere Gedanken zu verfassen um dann den Einstieg zum Song zu schaffen. Es wird auf jeden Fall von Substanz sein.

 

 

 



Ich möchte es nicht verpassen noch ein zwei Bemerkungen zur Erzählung der Genesis zu machen. Denn um nicht zu weit abzuschweifen, spreche ich hier nicht alles spezifischer an was aber unentwendbar zum Christlichen Verständnis und biblischer Erzählung gehört. Ich führe die Punkte folgend kurz und bündig auf. Würde ich es nicht tun, würde wichtiges fehlen.
Dazu gehört beispielsweise die Erwähnung von:
- Dem Baum der Erkenntnis von gut und böse
- Dem Baum des ewigen Lebens
- Die gefallene geistliche Welt, die Schlange welche den Menschen verleitet hat.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0