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MidnightSun The Story

 

MIDNIGHTSUN

Vers 1

Packing gear til our backpacks clear for this joureny straight to the end of the horizon. We do not use either maps nor needles as we're going with the flow let's go!

Chorus 1
The journey is on! It's as long as it takes,  we will be staying right on course. Once we've arrived where the sun never fades, we'll be knowing we've made it  way up north

Vers 2
We haven't planned, not a single thing  The travel has it's own roules and routes we follow. Exploring world with it's cornes and curves is enjoying life on it's brithgets side.

PreChorous

And we're not counting miles yet we know there are many more to take.
We keep on chasing for the the midnightsun that's shining like if it was day.

Chorus 2

The journey is on! It's as long as it takes,  we will be staying right on course. Once we've arrived where the sun never fades, we'll be knowing we've made it  way up north

Bridge
Midnight... we're chasing for the midnight sun

Chorus 3
The journey is on! It's as long as it takes,  we will be staying right on course. Once we've arrived where the sun never fades, we'll be knowing we've made it  way up north

 

 

 

Die Story

 

Als wir uns als Band, nach einigen hin's und her's, entschlossen haben definitiv auf der Kreuzfahrt in Norwegen dabei zu sein, entstand für meine Schreibphase eine gute Rahmenbedingung. Konzeptionell gesehen nämlich, konnte ich jetzt einzelne Elemente und Begebenheiten metaphorisch in die Lyrics einbinden. Den Norden, die Reise, das Meer oder auch die Schiffahrt. Letzteres allerdings wäre in einem anderen Song stark zum Zug gekommen. Allerdings kam es nie dazu, dass wir diesen Song vollendet haben, selbst wenn er im Arrangement und dem Text fertig war. Vielleicht berichte ich noch von diesen Lyrics, denn von allen war es der Song gewesen, den ich am meisten gefeiert habe was die Aussage betrifft. Wir haben alle unsere Lieblingslieder.

Was ich betonen will ist, dass wir an mehreren Songs gearbeitet haben und diese Reise eben diese Rahmenbedingungen schufen um sie in unserer Musik und Filmen widerzuspiegeln. In diesem Blog geht es um unsere letzte Single MIDNIGHTSUN. Es ist unser Abschiedssong als Band VOLPLANE.

 

Beim Brainstroming, war uns klar, dass wir in Norwegen wunderschöne Bilder einfangen können. Joni, unser Gitarrist, hatte die Idee, dass wir einen Clip machen könnten, indem wir uns in Tierkostümen auf Longboards fortbewegen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich von Midnightsun noch keine Zeile geschrieben. Wir hatten bloss einige Ideen für unser gesamthaftes Projekt gesammelt. Doch diese Idee von Joni hatte uns allen gefallen und wurde schliesslich filmtechnisch zu unserem Hauptprojekt auf der 14 Tägigen Schiffstour. Da es noch bei den meisten Songs offen stand was textlich geschehen würde, war es für mich klar, dass ich für diese Idee mit den Tieren auf Longboards -was ja lustig und frech daher kommt- eine bestehende musikalische Idee auswählte, die zu dieser heiteren Stimmung passte. Eine unserer melancholischeren Melodien wären da logischerweise nicht in Frage gekommen. Ich erinnere mich, als wir kurz vor unserer Abreise bei den Powerplay Studios beim Recording waren. Selbst dort, und das war der Zeit schon sehr knapp, hatte ich noch keine Lyrics dazu geschrieben. Ich hatte aber schon festgelegt, dass ich aus Joni's Idee eine Geschichte mache in der die Waldfreunde eine Backpackerreise auf Longboards machen. Ihr Ziel ist es, bis ganz nach oben, an den nördlichsten Punkt zu gelangen um die Mitternachtssonne zu sehen. Während also meine Bandkollegen Joni, Sam und Dave sich dem Recording widmeten, sass ich zeitgleich draussen vor dem Studio, welches  beinahe am Ufer des Greifensees, nicht idyllischer liegen könnte und schrieb dort  inspiriet die meisten Zeilen der Geschichte.

 

Zu Beginn gab ich dem Song den Namen North, weil das Wort an sich unser ganzes Vorhaben als Band umschrieben hätte und auch, weil es im Refrain ein wichtiges Wort ist. Doch im Verlauf des Prozesses hatte ich den Song auf Midnightsun umbenannt. Zum einen, weil ich die Vorstellung der Mitternachtssonne als episch und gar poetisch befand, und zum anderen, weil es für die wilden Kumpels für die Story einen bedeutungsvolleren Antrieb für ihre Reise bot, diese zu erreichen und zu sehen. North, sprich, der Norden ist "nur" die Richtung von der man weiss, dass  man sie einschlagen muss, um sie dort aufzufinden.

 

Nachdem das festgemacht war, befasste ich mich damit, wie ich die Geschichte in knappen Worten aufbauen könnte. Wenn ich Lyrics schreibe höre ich mir den Song (Die bestehende Demoversion des Songs) immer und immer wieder an. Die Stimmung, die Emotionen die dabei geweckt werden sind ausschlaggebend für die Wortschöpfung. Sogar für diesen Blog hörte ich mir den Song gleich nochmals an um diese Stimmung einzufangen. Von hier aus wurde der Schreibprozess einfacher.

 

Lasst mich das erklären. Es war nicht der Fall, dass ich den Text innert kürzester Zeit fertig hatte. Mit "einfacher" meine ich, dass die Motivation und das Ziel  der 4 Musketiere definiert war und nur noch der Weg dorthin beschrieben werden musste. Mit "einfacher" meine ich auch, dass ich wusste, dass die Verse so kurz waren, dass ich nicht viele Worte verwenden konnte um möglichst detailliert zu schreiben. Im Gegenteil, ich musste es kurz und bündig halten - obwohl es oft schwieriger ist, etwas worüber man vieles berichten könnte, in wenigen Worten zu bündeln -> das aber trifft in diesem Fall nicht zu, weil es hier um keine "echte" Erfahrung handelt. Deshalb, zu guter letzt, meine ich mit "einfacher" auch, dass es für mich einfacher ist eine fiktive Geschichte zu erfinden. Eine Geschichte, die mit mir selbst und was ich bewege nichts zu tun hat, hat den Vorteil, dass ich dabei weniger Anspruchsvoll bin. Und das meine ich keineswegs zynisch. Mir sind in jedem Fall gute und kreative Texte wichtig. Was ich damit ausdrücken will ist lediglich, dass eine Geschichte die ich erfinde nichts mit mir zu tun hat und sich mir deshalb viel Spielraum bietet um frei zu wählen was geschieht. Grundsätzlich bin ich in meinem Wesen ein sehr tiefgründiger Mensch. Deshalb habe ich einen stark ausgedehnten Wunsch vo dem zu schreiben was mein Herz bewegt. Dann werde ich erst richtig anspruchsvoll die richtigen Worte und Poesien niederzuschreiben. Es ist der Zustand bei dem ich mich, was oft bei Kunstschaffenden auch der Fall ist, verletzlich mache, weil es eine persönliche und auch intime Angelegenheit ist. Das fällt jedoch weg, wenn der Inhalt ein erfundenes Geschichtenerzählen ist. Und das meine ich mit "einfacher".

Für diese Geschichte konnte ich dennoch meine eigenen Erinnerungen meiner Weltreise im Jahre 2008 beiziehen. Die Freiheit des Reisens, die Gelassenheit, dass alles kann und nichts muss. Das hat mir den Nährboden gegeben um das wesentliche Grundgerüst des Reisens in dem Song zu Thematisieren. Ich ging Chronologisch vor, was durchaus Sinn macht um den Reiseprozess zu beschreiben. Begonnen habe ich indem ich bereits im ersten Satz verraten habe wo unser Ziel liegen sollte: "Wir packen unsere Sachen bis unsere Rucksäcke bereit sind für die Reise zum Ende des Horizontes."
Es ist durchaus interessant, dass es sich zwar um Tiere handelt und dennoch mit den Longboards und ihrem sonstigen Verhalten mehr dem Menschen gleich sind. Das kennen wir schon von den Cartoons die wir aus unserer Kindheit kennen (oder wann immer auch die Kindheit aufhört). Der zweite Satz im ersten Vers beschreibt nun, wie wir vor hatten unsere Reise zu Bestreiten. "Wir verwenden weder Karten noch Nadeln während wir einfach mit dem Strom mitgehen - Los geht's!"
Das Prinzip ist einfach. Wir kennen zwar unser Ziel. Wie und auf welchem Weg wir dorthin kommen aber bleibt völlig offen. Karten sind überflüssig sowie auch Nadeln, damit ist ein Kompass gemeint, brauchen wir nicht. Solange man das Meer auf der linken Seite auffindet, weiss man, dass man in Richtung Norden geht. Das trifft zumindest zum grössten Teil auf Norwegen zu. Wir lassen uns einfach treiben von der Reiselust. Und los geht's! Und damit steige ich in den ersten Chorus ein: "Die Reise ist in vollem Gange und sie dauert so lange wie sie eben dauert - wir werden auf unserem Kurs bleiben. Wenn wir dann den Ort erreicht haben, an dem die Sonne nichtmehr verschwindet, werden wir wissen, dass wir ganz im Norden Angekommen sind."
Das tolle am Chorus ist, dass er sich, egal wo und wie weit man sich auf der Reise befindet, sehr gut in die Geschichte einfügen lässt.

Im zweiten Vers betone ich noch mehr, dass wir das "Wie wir dahin kommen" nicht definiert haben.

"Wir haben nichts geplant, nicht eine Einzelheit. Die Reise hat ihre eigenen Regeln und Wege denen wir folgen."  - Das ist übrigens sehr Wahrheitsgetreu. Als ich auf Reisen war, hatte ich mir im voraus herzlichst wenig darüber Gedanken gemacht, wie ich dahin komme wo ich hin wollte. "Irgendwie wird es schon klappen" dachte ich mir. Und das hat es jedesmal. Weiter schrieb ich: " Die Welt mit ihren Ecken und Kurven zu entdecken heisst, das Leben auf seiner schönsten Seite zu geniessen."
Obwohl es viele Länder gibt die man treffend mit Ecken und Kurven beschreiben könnte, hatte ich diese Worte ganz bewusst für die Umschreibung Norwegens gewählt. Im Land der Tausend und eins Fjorden kommt man an Ecken und Kurven einfach nicht vorbei. Auch das Geniessen ist ein sehr Typischer Zustand auf Reisen. Das tut man jeden Tag, ist frei von Pflicht und alles was man zu sehen bekommt ist eine neue Entdeckung. Eine Errungenschaft in der eigenen Erfahrungsschatztruhe. Wenigstens die Euphorie lässt einem suggerieren, dass man das Leben gerade von seiner schönsten Seite kennenlernt und erfährt.


An dieser Stelle kommt der einzige PreChorus den wir in diesem Lied eingebaut haben. Der gefällt mir deswegen so besonders, weil diese Zeilen in mir die Vorstellung hervorruft inmitten der Reise, auf den Longboards fahrend, unterwegs zu sein. Irgendwo in der Wildnis fern von Zuhause und auch noch fern von dem Ziel. "Und wir zählen die Meilen nicht und doch wissen wir das noch viele vor uns liegen. Wir eifern noch immer nach der Mitternachtssonne die so scheint als wäre es hellichter Tag!"
Und als wäre noch nicht alles gesagt, stimmen wir wieder euphorisch in den Chorus ein:
"Die Reise ist in vollem Gange und sie dauert so lange wie sie eben dauert - wir werden auf unserem Kurs bleiben. Wenn wir dann den Ort erreicht haben, an dem die Sonne nichtmehr verschwindet, werden wir wissen, dass wir ganz im Norden Angekommen sind."


Der Bridge-Teil, nachfolgend des zweiten Chorus, gibt Ausdruck was unser Antrieb auf dieser Expedition ist: "Mitternachts... wir eifern nach der Mitternachtssonne!" ... wird hier wiederholt.

 

Eine Weisheit besagt, dass man den Prozess geniessen soll. Im besonderen den Mittelteil des Prozesses. Da wo man sich eben noch mittendrin befindet. Da wo der Beginn der Tour eine Weile zurück und das Ende noch weit entfernt liegt.

Und selbst wenn im Videoclip zu sehen ist, wie sich die Busenkumpels freuend mit High-fives beklatschen und jubelnd ihr erreichtes Ziel zelebrieren, so ertönt dennoch der Refrain weiterhin mit denselben Worten die der Gesinnung gedenkt als wir noch inmitten der Reise waren:

"Die Reise ist in vollem Gange und sie dauert so lange wie sie eben dauert - wir werden auf unserem Kurs bleiben. Wenn wir dann den Ort erreicht haben, an dem die Sonne nichtmehr verschwindet, werden wir wissen, dass wir ganz im Norden Angekommen sind."

 

 

Mein persönliches Fazit über den Song:

Der Song kommt frisch daher und hat Ohrwrum Potential. Eine wirklich gelungene Mucke. Musikalisch haben wir nach den richtigen Sounds gegriffen. Die Bassläufe von Dave sind erste Sahne. Auch die Synth-sounds waren im grössten Teil von Dave und Joni ausgecheckt und zurecht eingebaut worden. Sam hatte nicht nur zuhause nach den passenden Beats gesucht, sondern auch im Powerplay etliche male das Drumset umgebaut oder kombiniert, um ihm den fettesten Soundklang zu verleihen . Die Gitarrenlinien von Joni erfreuen sich immer wieder meiner grossen Begeisterung. Das Kunstwerk welches er im Brigde-Teil eingespielt hat, bekommt von mir eine 10! Einfach klasse! Nicht zu vergessen wie Dave den Song, welchen wir bei, mit und von ihm Produzieren liessen, zu einem grandiosem Sommersong gebaut hat. Aus meiner Sicht wäre es ein Song der  fabelhaft in die Sommerrotationen der Radios passt und der dem "rauf und runter gespielt zu werden" würdig wäre. Was den Text betrifft - und hier kommt die bekannte Selbstkritik auf den Plan - so finde ich, dass er nicht besonders auffällt. Einfache Worte, einfache Story. Nichtsdestotrotz, in Anbetracht unseres gesamten Vorhabens, denke ich, dass es mir gut gelungen ist die Idee in eine Story zu verpacken und sie mit den Elementen zu Vernetzen die uns zu Gebote stunden und mit denen wir gearbeitet hatten. Ein jeder von uns hat wohlüberlegt und auf grossartige Art und Weise in seinem Element sein können unter Beweis gestellt. Zusammen zeichnet das ein starkes kreatives Kollektiv aus. Und das waren wir. MIDNIGHTSUN ist ein Song

- wenn auch der Letzte als Bandauftritt - auf den wir uns gegenseitig ohne falschen Übermut mit High-fives beklatschen und über das erreichte Ziel, einer vollendete Single, zelebrieren dürfen.

 

Wenn Du den Song und den Videoclip dazu noch nicht gehört und gesehen hast, dann findest du den auf dieser Webside in der Rubrik Musik um in den Genuss von MidnighSun zu kommen.

 

Nun meine Frage an dich. Wie gefällt dir der Song? Was haltest du von der Story?
Lasst es mich/uns wissen und schreibt eure ehrlichen Kommentare hier rein.

Ich bedanke mich herzlichst. ;-)

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Kommentare: 1
  • #1

    nAinA (Donnerstag, 12 Juli 2018 07:05)

    Der Song ist ein echter Ohrwurm wäre/ ist ein toller Sommerhit :)...Find ihn super�
    Im Text erkenne ich meine Gedanken von meinen Reisen wieder.
    "Wir verwenden weder Karten noch Nadeln während wir einfach mit dem Strom mitgehen - Los geht's!"

    "Wir haben nichts geplant, nicht eine Einzelheit. Die Reise hat ihre eigenen Regeln und Wege denen wir folgen."

    Das bedeutet für mich Freiheit beim reisen..

    Der Song macht einfach Freude... Danke euch allen...�